(Achtung ADHS – Alarm. In unserer Kommunikation haben wir leider zunächst den 7.11. genannt. der 11.2. ist richtig.)
Sichtbarkeit für nicht sichtbare Behinderungen
Nicht alle Behinderungen sind sichtbar. Und manchmal kann man nicht einmal erklären, warum gerade alles zu viel ist.
Genau hier setzen invisible Barrieren an – kommunikative, sensorische und soziale Barrieren, die Teilhabe erschweren, obwohl sie von außen nicht erkennbar sind.
Hier finden Sie detaillierte Infos zum Download. Auch in leichter Sprache.
https://www.stille-stunde.com/wp-content/uploads/2026/02/Infos_Handzeichen.pdf
Helfen Sie bei der Aufklärung
Aktionstag: 11. Februar – Welttag der Kranken
Am 11. Februar, dem Welttag der Kranken, rufen wir dazu auf, das Zeichen für invisible Barrieren gemeinsam sichtbar zu machen.
Ziel des Aktionstags ist es:
- das Zeichen bekannter zu machen,
- seine Bedeutung zu erklären,
- und dafür zu sorgen, dass Menschen es lernen, erkennen und nutzen.
Das Handzeichen

Machen Sie mit einer Hand eine Faust.
Diese Faust steht für das Hirn.
Die Hände berühren sich.
So können Sie mitmachen
- Erstellen Sie einen eigenen Post (Foto oder Video) mit dem Handzeichen.
- Erklären Sie kurz, wofür das Zeichen steht.
- Posten Sie Ihren Beitrag am 11. Februar.
- Verlinken Sie Menschen oder Institutionen aus Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen, Bildung oder Rettungsdiensten.
- Verlinken Sie uns oder nutzen Sie die Collab-Funktion.
Materialien nutzen
Argumentationstexte und eine Canva-Vorlage stehen zur Verfügung und können kopiert, genutzt oder angepasst werden
(Bitte über „Datei → Kopie erstellen“ arbeiten):
👉 https://www.canva.com/design/DAG_m2JzYOI/GJl-BiaDgMbl9r3Ivmnw5w/edit
Logo: https://www.stille-stunde.com/wp-content/uploads/2025/08/Logo-Nicht-sichtbare-Beeintraechtigungen-farbe.png
(Das Logo soll zukünftig auch als im Handel als „Save Space“ etabliert werden. So können Geschäfte sich als diverser Ort für Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen in der Krise definieren und auch in inklusive Stadtpläne eingefügt werden.)
Was steckt dahinter?
Nicht sichtbare Behinderungen werden im Alltag häufig
- nicht erkannt,
- falsch eingeordnet
- oder individualisiert, obwohl die Barrieren strukturell sind.
Besonders betroffen sind Menschen mit neurodivergenten Profilen, psychischen oder neurologischen Beeinträchtigungen sowie anderen chronischen Erkrankungen. Unabhängig von der Diagnose führen kommunikative, sensorische und soziale Barrieren – sogenannte invisible Barrieren – dazu, dass Teilhabe erschwert oder verhindert wird.
Warum es dieses Zeichen braucht

Inklusive Symbole erfüllen eine klare Funktion: Sie machen Barrieren erkennbar, ohne Diagnosen zu thematisieren oder zu verniedlichen. In dieser Struktur haben wir das Zeichen entwickelt.
- Der Rollstuhl steht für mobile Barrieren.
- Der Blindenstock steht für visuelle Barrieren.
- Die Hand steht für auditive Barrieren.
- Verständnis und Wissen für invisible Barrieren
Für nicht sichtbare Behinderungen fehlte bislang ein vergleichbares, allgemein verständliches Zeichen ohne Copyright. Genau hier setzt das Zeichen Halb Herz, halb Hirn an.
Was das Zeichen bedeutet
Halb Herz, halb Hirn steht für das zentrale Hilfsmittel bei nicht sichtbaren Behinderungen:
Verständnis und Wissen. Nicht sichtbare Behinderungen betreffen häufig gleichzeitig:
- neurologische und kognitive Prozesse (Hirn),
- emotionale, soziale und sensorische Belastungen (Herz).
Gleichzeitig verweist das Zeichen auf das notwendige Umfeld:
- ein Umfeld, das informiert ist über Barrieren (Hirn),
- und verständnisvoll reagiert, auch wenn eine Barriere banal erscheint (Herz).
Das Zeichen macht Barrieren sichtbar, nicht einzelne Krankheitsbilder. Es ist bewusst diagnoseübergreifend angelegt und vermeidet Stigmatisierung. So wie der Rollstuhl an einer Tür nicht erklärt, warum jemand ihn braucht, sondern dass mobile Barrieren hier anerkannt wurden , zeigt dieses Zeichen:
Hier braucht oder gibt es Rücksicht, Anpassung und Verständnis.
Warum nicht die Sonnenblume?
Die Sonnenblume ist toll und ein etabliertes individuelles Erkennungszeichen mit Copyright, insbesondere im privaten Umfeld und in der Wirtschaft. Das Zeichen Halb Herz, halb Hirn verfolgt einen anderen Ansatz und ist eine perfekt Ergänzung.
Es ist kein persönliches Label und kein Logo, sondern ein strukturelles Orientierungssymbol – vergleichbar mit etablierten Barrierezeichen im öffentlichen Raum.
Was das Herz-Hirn auszeichnet
Frei nutzbar
Das Zeichen ist gemeinfrei. Kein Copyright, keine Lizenz, keine Nutzungshürden. Jede Kommune, Schule, Institution, Organisation oder Privatperson kann es verwenden.
Adaptierbar
Nicht die exakte grafische Form ist entscheidend, sondern die gemeinsame Bedeutung: Hier geht es um invisible Barrieren und Teilhabe. Das Zeichen kann kontextbezogen angepasst werden und dann trotzdem verstanden werden. Dies ist bei einer Sonnenblume schwierig.
Übertragbar
Das Zeichen ist vielseitig einsetzbar:
- analog und digital,
- in Leitsystemen, Kampagnen, Ausweisen und Informationsmaterialien,
- sowie als Handzeichen, wenn Worte fehlen.
Gerade in Überforderungssituationen sind viele Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen nur eingeschränkt kommunikationsfähig. Das Handzeichen kann helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Situationen frühzeitig zu entschärfen.
Hilfe zur Selbsthilfe
Besonders für Kinder, Jugendliche und Menschen in akuten Belastungssituationen bietet das Zeichen eine Möglichkeit, sich ohne Erklärung mitzuteilen – auch dann, wenn sie selbst noch nicht benennen können, was gerade nicht geht.

