Herzlich Willkommen – die Magenta Stille Stunde ist da.

Das ist ein großer Satz: „Die Deutsche Telekom sieht keine Grenzen, keine Farben, keine Behinderungen.“

In unseren Vorträgen sagen wir immer: Es gibt einen Unterschied zwischen Wille – den haben viele – und Haltung. Und Haltung ist Arbeit.

Umso mehr freuen uns sehr über die Kooperation mit der Telekom als erstem großen Kommunikationsanbieter, der ein strukturiertes Pilotprojekt für reizarme Termine startet. In 15 Shops werden künftig gezielt reizreduzierte Beratungszeiten angeboten.

Als wir zum ersten Mal davon hörten, dachten wir: „Ja, das ist aber ein schöner Schritt, diese Einzeltermine.“ Doch gerade haben wir mit den Verantwortlichen telefoniert. Und das war beeindruckend. So viel Leidenschaft. So viel Herz. So viel Liebe zum Detail. Und vor allem: so viel echte Arbeit im Hintergrund. „Wir haben erstmal überhaupt über Neurodiversität aufgeklärt.“

Das ist der entscheidende Punkt. Wissensvermittlung ist die Basis. „Lernt neurodivergent!“ fordern wir Kontaktpersonen immer wieder auf. Bevor Termine eingerichtet wurden, hat das verantwortliche Team Mitarbeitende geschult, interne Abläufe geprüft, Öffentlichkeitsarbeit vorbereitet.

Es ging nicht nur um gedimmtes Licht. Es ging um Fragen wie:

  • Gibt es einen Nebeneingang, damit Menschen nicht durch den gesamten Shop müssen?
  • Können Mitarbeitende einfache oder leichte Sprache nutzen?
  • Welche Reize lassen sich vermeiden?
  • Können wir eine geruchsarme Umgebung gestalten?
  • Wie reduzieren wir Überforderung konkret?

Und jetzt gibt es extra das Magenta Logo für eine neurodiverse Welt, die Barrieren und Grenzen nicht sieht. Die Menschen können nach Terminvergabe, zusätzliche Barrieren nennen, die sie haben. In einem Shop wird sogar ein ganzes Stockwerk gesperrt, wenn ein reizoffener Mensch kommt – eben unabhängig von Diagnosen, Alter, Herkunft, Geschlecht oder sexueller Identität. Richtig schön.

Barrierefreiheit bedeutet Leitsysteme, Rampen oder Aufzüge. Aber sie bedeutet auch: invisible Barrieren – sozial, chemisch, sensorisch, kommunikativ. Es geht um eine Welt, die unsere Barrieren anerkennt – nicht um eine Welt, in der wir uns anpassen müssen, bis wir zusammenbrechen.

Wir brauchen die Wirtschaft. Ja, viele Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen haben große Problem am Arbeitsplatz. Das wissen wir. Aber umso schöner, wenn sich Menschen bemühen. So viele Unternehmen arbeiten an so vielen Stellen daran, invisible Barrieren abzubauen, unbewusst, nur weil sie merken, die Menschen brauchen das. Und irgendwann wird es auch die Wirtschaft sein, die Prävention im Gesundheitswesen für ihre Mitarbeitenden aktiv einfordert. Davon sind wir überzeugt.

Prävention muss ganzheitlich geschehen: zu Hause, im Arbeitsumfeld und im interministeriellen Kontext. Heute war ein besonderer Tag. Erst ein sehr hoffnungsvolles Gespräch mit Berlin. Und dann dieser Anruf der Telekom. Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte – und auf das, was aus diesem Pilotprojekt wachsen kann.

Willkommen in der Stille-Stunde-Familie. Wir freuen uns.

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