Willkommen
Liebe Gäste, liebe Zuschauende, liebe Aktive
Der 20. Oktober ist der Tag der nicht sichtbaren Behinderungen. Bundesweit werden an diesem Tag Kommunen, Vereine und Einzelpersonen aktiv — und wir senden live aus der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.
Wir freuen uns auf einen bunten Abend mit Molly Sue, Pils & Kippe, Dodzi Dougban, Raúl Krauthausen, Sema Gedik, Kevin Kuhrt, Dann mach doch und vielen mehr.
Wir danken Schalke hilft! für diese Einladung, denn es war uns besonders wichtig, in den Pott zu gehen. Geplant haben wir alles aus der Ferne, mit viel Ehrenamt, Leidenschaft und Herz — ohne Budget.
Wir glauben an die Kraft der vielen und würden uns über kleine und große Spenden freuen. Egal, ob 6 Euro, 36 oder 1006 Euro — es macht einen Unterschied. Danke.
Und wir wollen, dass ganz Deutschland aktiv wird. Dafür haben wir alles vorbereitet: von der Malvorlage über das Kreuzworträtsel und den Anamnesebogen bis hin zum Handbuch für Führungskräfte. Schauen Sie in unser Community-Konzept.
Menschen mit nicht sichtbaren Behinderungen fallen zu oft durchs Raster.
Schön, mit uns ein Zeichen setzen.
Anne wird selbst nicht vor Ort sein können. Umso mehr grüßen wir alle von Herzen, die ans Haus gebunden sind.
Herzliche Grüße
Anne Olschewski
1. Vorsitzende
Rebecca Lefèvre
Leitung Projekt „Stille Stunde“
Der Abend
Ablauf
Einlass ab 16 Uhr, Beginn 17 Uhr. Bitte anklicken für mehr Infos.
17:00
Eröffnung
Mit der Stadt Gelsenkirchen und Claudia Middendorf
Eröffnung
Mit der Stadt Gelsenkirchen und Claudia Middendorf
Claudia Middendorf ist Beauftragte der Landesregierung NRW für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten. Sie eröffnet den Abend gemeinsam mit der Stadt Gelsenkirchen um 17 Uhr. Kurz vor dem Finale erhält sie unser Herz-Hirn.
Vorstellung
Team Stille Stunde
Ein inklusiver Haufen
Team Stille Stunde
Ein inklusiver Haufen
Wir sind Menschen, die wissen, wovon sie reden. Nicht sichtbare Behinderungen betreffen Millionen. Genau das macht sie so schwer. Wir möchten Strukturen verändern. Lernen Sie einen Teil unseres Teams kennen.
Gespräch
Schalke hilft!
Unser Gastgeber — Inklusion im Sport
Schalke hilft!
Unser Gastgeber — Inklusion im Sport
Eine echte Ehre, dass wir auf Schalke sein dürfen. Im Gespräch mit dem Gastgeber sprechen wir über Inklusion im Sport, über Barrierefreiheit im Stadion und darüber, warum die Veltins-Arena der richtige Ort für diesen Abend ist.
Tanz & Gespräch
Dodzi Dougban
Tauber Künstler und Choreograf
Dodzi Dougban
Tauber Künstler und Choreograf
Mit „Deaf Urbane Performance“ erschafft Dodzi Dougban eine radikale Form zeitgenössischer Performance, die die Grenzen zwischen Hören und Sehen, zwischen Sprache und Körper überschreitet.
Seine Arbeit ist kein Versuch, Taube in die hörende Welt zu „integrieren“ — sie ist eine selbstbewusste Feier der tauben Wahrnehmung als eigenständiger künstlerischer Kosmos. Im Zentrum stehen Präzision, Rhythmus und die visuelle Kraft der Gebärdensprache, die er nicht als Kommunikationsmittel, sondern als Material für ästhetische und politische Aussagen nutzt.
Jede Bewegung, jede Pause, jeder Blick ist ein Statement. Seine Performances sind herausfordernd, weil sie den Zuschauer*innen keine Ausflüchte lassen. Sie verlangen aktive Teilnahme — nicht aus Mitleid, sondern aus Faszination für eine Kunst, die neue Wege des Verstehens eröffnet.
Wort
Poetry mit Milena Wolf
„Die Zitronenscheiben wären heile.“
Poetry mit Milena Wolf
„Die Zitronenscheiben wären heile.“
„Die Zitronenscheiben wären heile.“ Poetry mit etwas Utopie aus der Welt einer Autistin. Im Anschluss kurzer Austausch über gemeinsame Arbeit für Suizidprävention. Moderatorin Rebecca und Milena sprechen für die AG Neurodivergenz und neurologische Vielfalt.
Gespräch
Kevin Kuhrt & „Dann mach doch!“
Arbeitswelt und Sozialsysteme
Kevin Kuhrt & „Dann mach doch!“
Arbeitswelt und Sozialsysteme
Nicht sichtbar am ersten Arbeitsmarkt. Bekannt durch die Vox-Sendung Herbstresidenz, klärt Kevin Kuhrt auf sehr ehrliche Weise in den sozialen Medien über seine Erfahrungen mit Tourette, Depressionen und Panikattacken auf.
Peter Kunz: Sein Projekt „Dann mach doch!“ gibt Künstler*innen, Schauspielenden und Kulturschaffenden Raum — ohne Förderfloskeln, ohne Labels, ohne das Wort Inklusion zu nennen.
Musik
Molly Sue
Nahbar, kraftvoll, unüberhörbar
Molly Sue
Nahbar, kraftvoll, unüberhörbar
Molly Sue spricht für Menschen mit Behinderungen und den oft unsichtbaren Kampf, den so viele täglich führen. Sie lebt mit dem Ehlers-Danlos-Syndrom sowie weiteren chronischen Schmerzerkrankungen — Herausforderungen, die man ihr von außen nicht ansieht, die ihr Leben und Schaffen jedoch tief prägen. Diese Authentizität und Verletzlichkeit spürt man bei der Sängerin, die durch The Voice Kids und den deutschen ESC-Vorentscheid bekannt wurde, in jedem einzelnen Ton.
In ihrem Song „Optimist (Ha Ha Ha)“, mit dem sie 2026 den Einzug in den Endausscheid des Vorentscheids schaffte, thematisiert sie genau diese Diskrepanz: den gesellschaftlichen Druck, immer stark, lächelnd und positiv zu wirken, während der eigene Körper im Verborgenen kämpft.
Gespräch
Angelman-Verein & Bundesverband FASD
Kinder und pflegende Eltern
Angelman-Verein & Bundesverband FASD
Kinder und pflegende Eltern
Das Angelman-Syndrom ist eine seltene genetische Behinderung mit stark eingeschränkter Sprache und lebenslangem Pflegebedarf. Besonderes Projekt sind die Kommunikationstafeln für nonverbale Menschen.
Nevim Krüger bringt seine Perspektive auf die fetale Alkoholspektrumstörung ein — eine der häufigsten, aber am wenigsten bekannten angeborenen Behinderungen, vollständig vermeidbar und trotzdem eine lebenslange Diagnose.
Mode
Auf Augenhöhe
AUF AUGENHOEHE, Berlin — Mode neu gedacht
Auf Augenhöhe
AUF AUGENHOEHE, Berlin — Mode neu gedacht
Mode ist Identität, Selbstbestimmung und gelebte Sichtbarkeit. Doch die konventionelle Modewelt schließt viele Körper nach wie vor aus. Mit ihrem Berliner Label AUF AUGENHOEHE hat Modedesignerin Sema Gedik Pionierarbeit geleistet: Sie entwickelte das weltweit erste standardisierte Größensystem auch für kleinwüchsige Menschen und beweist, dass barrierefreies Design aufregend, zeitgemäß und kompromisslos stilvoll ist. Weltweit reagierte die Modewelt von A wie Adidas bis Z wie Zalando auf ihre Frage — warum machen wir dies nicht für alle Menschen. Wer weiß, welche Wege uns diese junge Frau noch bereiten wird.
Die Modenschau bricht mit starren Schönheitsidealen und stellt Vielfalt, Empowerment und Passform in den Mittelpunkt — vor allem aber den Menschen.
Gespräch
Raúl Krauthausen & Sema Gedik
Über Freizeit, Mode und Ehrenamt
Raúl Krauthausen & Sema Gedik
Über Freizeit, Mode und Ehrenamt
Als Inklusions-Aktivist und Gründer der Sozialheld*innen, studierter Kommunikationswirt und Design Thinker arbeitet Raúl Krauthausen seit über 15 Jahren in der Internet- und Medienwelt.
Bekannt wurde er vor allem durch die Erfindung der Wheelmap, einer weltweiten digitalen Landkarte für rollstuhlgerechte Orte, sein „Undercover-Heimexperiment“ sowie seinen lautstarken Protest gegen Barrieren im Alltag und in den Köpfen.
Doch Raúl Krauthausen ist weit mehr: Er ist unermüdlicher Kämpfer, scharfsinniger Moderator, Buchautor und leidenschaftlicher Netzwerker. In Talks, Podcasts und auf den großen Bühnen bringt er Menschen zusammen, stellt die unbequemen Fragen und fordert Barrierefreiheit nicht als Gnade, sondern als unverhandelbares Menschenrecht ein.
Musik
Pils & Kippe
Der Festivalsong „Menschenlesen“
Pils & Kippe
Der Festivalsong „Menschenlesen“
Pils & Kippe sind mehr als eine Band — sie sind ein ehrliches Stück Freundschaft, gepresst in Musik. Handgemacht, direkt, manchmal sarkastisch, manchmal still, immer echt.
Ihre Texte erzählen vom Leben zwischen Widerspruch und Wärme, von Menschen, von Politik, vom Ernst und vom Lachen darüber. Sie greifen Themen auf, die uns alle angehen: Demokratie, Verantwortung und den alltäglichen Wahnsinn — ganz ohne tragische Verpackung. Sie machen keine Hintergrundmusik, sondern Vordergrundgefühl.
Und ja, den Zeigefinger heben sie auch. Mal wippt und schnippt er im Takt, mal legt er sich tief in die Wunde, oft ist er ermahnend — aber dann bunt lackiert, verziert, mit einem Schuss Humor und der nötigen Selbstironie.
Ehrung
Vergabe des Herz-Hirns
An Claudia Middendorf
Vergabe des Herz-Hirns
An Claudia Middendorf
Unser Herz-Hirn geht an Menschen, die sich für nicht sichtbare Behinderungen einsetzen. In diesem Jahr an Claudia Middendorf.
Finale
Gemeinsamer Abschluss
Alle Mitwirkenden auf der Bühne
Gemeinsamer Abschluss
Alle Mitwirkenden auf der Bühne
Zum Schluss kommen alle noch einmal zusammen. Sag Cor. Zeig Herz.
Livestream
Auch von zu Hause dabei sein
Wir übertragen den Abend live auf YouTube — für alle, die nicht vor Ort sein können.
Zum Livestream auf YouTube
Wer für Euch da ist
Team und Freunde vor Ort
Wir sind Menschen, die wissen, wovon sie reden. Nicht sichtbare Behinderungen betreffen Millionen — genau das macht sie so schwer. Am 20. Oktober sind wir für Euch da.
Am Infostand
Direkt am Eingang. Hier bekommt Ihr Antworten auf alle Fragen.
Paten und Patinnen
Sie begleiten Euch beim Ankommen — und sind da, wenn etwas zu viel wird.
Im Ruheraum
Auch dort ist jemand ansprechbar. Niemand muss maskieren.
Vorab ansehen
Der Rundgang
Damit Ihr wisst, was Euch erwartet: zwei stumme Videos durch das Haus. Ohne Ton, mit Texten — schaut sie Euch in Ruhe an, so oft Ihr wollt.
Video 1 · Vom Eingang bis zum Saal
Eingang, Getränke und Stände, Netzwerken, Veranstaltungsbereich.
Video 2 · Der Weg zum Ruheraum
So findet Ihr den reizarmen Rückzugsort.
Bitte beachten
So wird es am 20. Oktober nicht aussehen: Schalke räumt um — die Tische kommen raus, dafür gibt es deutlich mehr Bestuhlung.
Gut zu wissen
Barrierefreiheit
Uns ist sehr wichtig, dass wir möglichst barrierefrei sind. Ganz barrierefrei wird es wohl nicht werden — deshalb sagen wir offen, was wir tun und wo Grenzen bleiben.
Sinnesbarrieren
Das gesamte Bühnenprogramm wird in Gebärdensprache übersetzt.
Wir haben Kopfhörer für reizsensible Menschen — damit lässt sich das Bühnenprogramm mit verminderter Geräuschkulisse verfolgen.
Soziale Barrieren
Es gibt Tickets mit Assistenz.
Paten und Helfende sind da, wenn etwas zu viel wird. Niemand muss maskieren.
Die Stühle stellen wir so, dass die linke Doppelreihe mehr Abstand zum Nachbarn hat.
Mobile Barrieren
Direkt an der Glückauf-Halle gibt es eine begrenzte Zahl an Parkplätzen für Menschen, die einen Rollstuhl nutzen. Bitte reserviert vorher per E-Mail an post@stille-stunde.com
Sind alle Plätze belegt, könnt Ihr vor Ort halten, aussteigen und anschließend auf den allgemeinen Parkplatz fahren.
Mit dem Aufzug geht es in den ersten Stock. Dort ist alles frei zugänglich, eine Behindertentoilette ist vor Ort.
Invisible Barrieren
Im Veranstaltungsraum bitten wir zu flüstern. Im Raum davor kann es allerdings lauter werden.
Abseits haben wir einen Ruheraum zum Auftanken eingerichtet.
Am Eingang erhaltet Ihr bei Bedarf einen Ausweis für nicht sichtbare Behinderungen.
Chemische Barrieren
Wir bitten alle Gäste, auf Parfüm zu verzichten.
Am Tag vorher werden keine chemischen Putzmittel verwendet.
Die Rauchzone liegt über dem Eingang, damit möglichst keine Berührungspunkte entstehen.
Darum bitten wir Euch
Verzichtet bitte auf Parfüm — Duftstoffe können Schmerzen auslösen.
Raucht bitte nur im ausgewiesenen Bereich.
Flüstert bitte im Veranstaltungsraum.
Nehmt Rücksicht — nicht jede Behinderung ist sichtbar.
Rücksicht rettet
Bitte bleibt fern, wenn Ihr Erkältungsanzeichen habt.
Vor Ort sind Menschen mit sehr schwachem Immunsystem. Gebt Euer Ticket zurück — und seid stattdessen im Livestream dabei. Wir freuen uns genauso.
Anfahrt
So findet Ihr uns
1
Parkplatz West 1 · P1
Der offizielle Parkplatz für diesen Abend.
2
Die Treppe hoch
Vom Parkplatz aus führt die Treppe nach oben.
3
Links halten
Oben angekommen immer links halten.
4
Eingang TH7 · Glückauf-Halle
Hier geht es hinein — wir freuen uns auf Euch. Einlass ist ab 16 Uhr.
So sieht der Eingang aus
Aufzug und Treppe führen zu Th 7.
Parken für Rollstuhlnutzende
Direkt vor dem Eingang könnt Ihr einen Parkplatz reservieren — die Zahl der Plätze ist begrenzt. Schreibt uns dafür an post@stille-stunde.com
Einfahrt über den Stan-Libuda-Ring in den Arenaring. Dort gibt es eine Schranke; dahinter könnt Ihr in der Nähe des Eingangs parken.
Wenn kein Platz frei ist: vorfahren, Mitfahrende aussteigen lassen und dann auf P1 parken.
Die Parkkarten
Parkplatz West 1 · P1 zum Eingang TH7
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Arenaring zum Eingang TH7 · für Rollstuhlnutzende
PDF öffnen
Getragen von vielen
Kooperationspartner
Dieser Abend entsteht durch viele Hände. Danke an alle, die mitmachen.
Unser Gastgeber
Danke für die Einladung
Aktive Kooperationen
Stadt Essen
Kompetenzzentren Selbstbestimmt Leben
Raum für Kulturschaffende
Fetale Alkoholspektrumstörung
Arbeiterwohlfahrt
Bezirksverband Westl. Westfalen e. V.
Wir schaffen Zuversicht
Überregionale Kooperationen
Allgemeiner Behindertenverband in Deutschland e. V.
Akrobaten wider Willen
Bundesverband für Neurodiversität — ADHS und Autismus
Menschen im Autismus-Spektrum
Hören · Verstehen · Engagieren
Multiple Chemikalien-Sensitivität
Selbsthilfegruppen
@autismus_info_berlin
Sponsoren
Mitmachen
Euer Gesicht auf die große Leinwand
Schickt uns Euer #saycor-Foto — allein, im Team oder mit der ganzen Belegschaft. Wir zeigen es während der Show mit Eurem Namen.
Schritt 1
Foto machen
Mit #saycor als Schrift, gemalt oder als Handzeichen im Bild.
Schritt 2
Einsenden
An post@stille-stunde.com, mit Namen, Ort und Einverständnis. Bitte bis zum 10. Oktober.
Schritt 3
Auf der Leinwand
Wir zeigen Euer Bild während der LIORA.Live-Show.
Macht mit — überall in Deutschland
Schickt das Community-Konzept an alle, die Ihr kennt. Helft mit, dass jede und jeder, die oder der möchte, am Tag der nicht sichtbaren Behinderungen einen Ausweis hat.
Zum Community-KonzeptHier gibt es die Tickets
Eintritt frei — wer kann, kann spenden.
Tickets sichernSpenden
Wir haben diesen Abend ohne Budget geplant. Wer etwas geben kann und möchte:
gemeinsam zusammen e. V. · Kreissparkasse Limburg
IBAN DE52 5115 0018 0011 0035 97
IBAN DE52 5115 0018 0011 0035 97
Online über betterplace — Projekt LIORA.Live
#saycor
Sag Cor. Zeig Herz.
