Was steckt dahinter? Wir kämpfen für mehr Sichtbarkeit in Politik, Gesetzen, bei denen, die entscheiden. Aber wir kommen nicht vor. Sichtbarkeit ist ein Recht. Doch wir brauchen ein System, dass überall wirkt, das universell einsetzbar ist und das inoffiziell und offiziell genutzt werden kann. Wir haben noch weiter gedacht. Wir sind ein kleiner Verein. Wir machen Fehler und freuen usn auf konstruktive Kritik. Hier das Konzept.
Cor.System
Ein Konzept für das Unsichtbare.
Vielseitig einsetzbar. Frei nutzbar, ohne Lizenz.
Mit dem Cor.System sind wir im Finale des Hessischen Staatspreises Universelles Design.
Tippen Sie auf einen Weg. Die Erklärung erscheint direkt darunter.
Weg 1 · Zeigbar
Zwei Hände formen das Zeichen.
Wenn Sprechen gerade nicht geht, zeigt man das Zeichen mit den eigenen Händen. Kein Material, keine App, immer dabei.
Nur eine Hand nutzbar? Dann erst die Faust zeigen, dann das halbe Herz. Mehr zum Handzeichen
Weg 2 · Ausdruckbar
Zum Ausdrucken und Weitergeben.
Der Ausweis
Für die Tasche oder ein Band um den Hals. Zum Ausdrucken und Ausfüllen.
Das Zeichen für Button, Aufkleber und Schild
Drei Fassungen in Rosa und Pink, als PNG und SVG.
Einzeln: Fläche · Kontur mit weißem Rand
Weg 3 · Sagbar
Ein Wort für alle.
Fast mehr Laut als Wort: sagbar auch unter Stress, bei Erschöpfung oder mit wenigen Worten. „Cor.“ ist Latein und heißt Herz. Die Römer meinten damit auch Mut und Verstand.
- cœur
- corazón
- cuore
- coração
Weg 4 · Schreibbar
Ein Wort reicht, auch geschrieben.
Wenn Sprechen nicht geht, tippt man „Cor.“ als Kurznachricht. Wer Bescheid weiß, kann sofort reagieren.
Wir befinden uns in einem Zustand kollektiver Bewegung. Viele sind aktiv: Menschen, Vereine, Kommunen und Unternehmen. Das Cor.System gibt ihnen eine gemeinsame Sprache, unabhängig von Diagnose oder Ort.
Worum es geht
Die vier invisiblen Barrieren.
Für Rollstuhl, Blindenstock und Gebärdenhände gibt es international bekannte Zeichen. Für diese vier Barrieren gab es bislang kein vergleichbares, frei nutzbares Zeichen. Das Herz-Hirn-Zeichen zeigt keine Diagnose. Es sagt: „Hier sind Barrieren, die man nicht sieht – bitte um Rücksicht.“
„Ich halte es grundsätzlich für ethisch berechtigt, Barrieren abzubauen, die Menschen mit unsichtbaren Behinderungen von gleichberechtigter Teilhabe abhalten – genauso wie bei sichtbaren Behinderungen.“
Prof. Dr. iur. Helmut Frister, Vorsitzender des Deutschen EthikratsIn siebeneinhalb Minuten erklärt
Das Erklärvideo
Danke, Lisa. Lisa ist blind. Wenn sie liest, hört man die Geräusche ihres Readers. Das Video ist aber auch für Menschen, die reizsensibel sind. Also hat Lisa jeden Satz auswendig gelernt, ist ins Nachbarzimmer gerannt und hat dort aufgenommen, weil der Hall dort weniger ist. Über 100 Sätze, wochenlang, mit begrenzter Energie. Lisa nennt es Laufdiktat. Wir nennen es WAHNSINN. Toll, Lisa.
Um wen geht es? Viele Diagnosen, eine gemeinsame Folge.
Aus den Ministerien hieß es, die Gruppe nicht sichtbarer Behinderungen sei nicht strukturierbar. Wir haben einen Vorschlag entwickelt: geordnet über die Folge, nicht über die Diagnose.
Welche Achse zuerst belastet wird, ist nicht entscheidend. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass weitere folgen.
„Die Verbindung von Diagnostik, invisiblen Barrieren und Suizidprävention in einem Modell zu denken, ist ein relevanter Schritt – und muss Teil moderner Präventionsarbeit sein.“
Prof. Dr. Reinhard Lindner, Nationales Suizidpräventionsprogramm (NaSPro)Was das Zeichen nicht ist
Kein Diagnose-, Notfall- oder Berechtigungsnachweis. Es ersetzt keine ärztliche Einschätzung und keinen Notruf. Es darf nie Voraussetzung für Unterstützung werden: Niemand muss sich offenbaren, um Teilhabe zu bekommen.
Für Einrichtungen
Ihr Türschild in einer Minute.
Es gibt unzählige Möglichkeiten, invisible Barrieren abzubauen. 25 davon zeigen wir hier als Zeichen. Damit kann eine Einrichtung zeigen, welche Barrieren sie abgebaut hat. Wählen Sie bis zu acht Zeichen und drucken Sie Ihr Schild aus.
Bürgeramt Musterstadt. Hier bauen wir Barrieren ab. Falls Sie auf Barrieren stoßen, bemühen wir uns, den Zugang zu verbessern.
Alle Zeichen sind Beispiele für invisible Barrieren und können heruntergeladen werden. Die Zeichen für Leichte Sprache, Gebärdensprache und Assistenzhund enthalten bestehende, frei nutzbare Symbole. Leichte Sprache: Icon des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) nach DIN SPEC 33429. Gebärdensprache: Symbol für Deutsche Gebärdensprache, dgs-filme.de. Assistenzhund: Hund mit Leine aus dem US-Verkehrszeichenkatalog MUTCD (RS-017), frei nutzbar.
Sensorisch
Chemisch
Kommunikativ
Sozial
Das Konzept
Was steckt dahinter?
Wir kämpfen für mehr Sichtbarkeit in Politik, Gesetzen, bei denen, die entscheiden. Aber wir kommen nicht vor. Sichtbarkeit ist ein Recht. Doch wir brauchen ein System, das überall wirkt, das universell einsetzbar ist und das inoffiziell und offiziell genutzt werden kann. Wir haben noch weiter gedacht. Hier das Konzept.
Kurzfassung in 12 Sprachen: Englisch, Französisch, Spanisch, Niederländisch, Italienisch, Portugiesisch, Polnisch, Ungarisch, Rumänisch, Türkisch, Ukrainisch, Schwedisch.
Mitmachen
Ein bisschen Herz, ein bisschen Verständnis.
Mehr braucht es nicht. Nur, dass möglichst viele das Cor.System kennen. Ein frei nutzbares Konzept hat keine Werbemillionen. Seine Währung ist Glaubwürdigkeit.

